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11. April 2019 Großbauprojekte – Klagen ist zwecklos

Großbauprojekte – Klagen ist zwecklos

Es gibt kaum Großbauprojekte, bei denen die Beteiligten nicht vor Gericht ziehen. Der teure und zeitraubende Streit am Bau ist absolut überflüssig und bringt nichts – davon ist der Stuttgarter Jurist Dr. Wolfgang Breyer überzeugt. Obwohl aufwändige Prozesse für Anwälte lukrativ sein können, will Breyer verhindern, dass es zu Klagen kommt. Damit die Beteiligten – vom Bauherren über den Architekten bis zum Handwerker – nicht länger auf Konfrontation gehen und gegeneinander arbeiten, setzt Breyer auf neue Vertragsformen zur Prävention. Dass am Bau so viel gestritten würde, daran sei unter anderem die klassische Vertragsgestaltung und Vergabepraxis schuld, so Breyer: „Die Auftragnehmer am Bau werden durch die typischen Einzelverträge dazu gezwungen, strikt ihre eigenen Interessen zu verfolgen, nicht aber die Interessen des gesamten Projektes.“

Versicherungen im Umbruch

Die R+V Versicherung, Branchenzweiter in Deutschland, setzt weiterhin auf den Versicherungsberater vor Ort. Versicherungsvertreter hätten trotz Online-Portalen auch in Zukunft eine Chance, „wenn sie sich durch persönliche Beratungsqualität“ auszeichnen würden. Das sagt Jens Hasselbächer, Vertriebsvorstand der R+V Versicherung aus Wiesbaden im Podcast-Interview mit der Managementberatung Porsche Consulting. Der Vertriebsexperte mit langjähriger Erfahrung setzt auf die Mischung „persönlich und digital“. Hasselbächer: „Als Versicherer der genossenschaftlichen Finanzgruppe haben wir 1,3 Milliarden Onlinekontakte. Wir müssen auch Self-Services auf der digitalen Seite optimal anbieten.“ Darauf will sich die R+V beim Personal einstellen: Gebraucht werden vor allem Spezialisten in Technologie- und Prozessthemen. Neben der Digitalisierung will sich die R+V Versicherung durch neue Serviceleistungen für Geschäftskunden attraktiver machen: Mittelständischen Spediteuren bietet R+V jetzt neben Versicherungsverträgen eine kostenlose „Truck-Parking-App“ an. „Wir haben auch die Lkw-Fahrer im Blick. Sie sollen entlang der überfüllten Autobahnen schneller freie Parkplätze zum Beispiel zum Übernachten finden“, sagt Hasselbächer.